Luana Kroner-Stasek

Zwischenspiel 25. Oktober bis 10. November 2017

Humanist, 2014, Bronze, 26 x 58 x 40 cm, Edition 7

Pan Eland, 2013, Bronze, 32 x 67 x 68 cm, Edition 7

Pan Mufflon, 2013, Bronze, 46 x 32 x 34 cm, Edition 7

Mufflonetta, 2013, Bronze, 40 x 31 x 30 cm, Edition 7

Pan Elch, 2014, Bronze, 80 x 65 x 47 cm, Edition 7

Genesis, 2012, Bronze, 20 x 20 x 20 cm, Edition 7

Enttäuschung, 2009, Bronze, 23 x 23 x 23 cm, Edition 7

Soziologie, 2009, Bronze, 18 x 18  cm, Edition 7

Escape, 2009, Bronze, 15 x 20 x 15 cm, Edition 7

Schwimmer, 2009, Bronze, 21 x 12 x 8 cm, Edition 7

Luana Kroner-Stasek

Lebt in Mannheim. 1986-1996 Studium Innenarchitektur und Design an der FH Kaiserslautern. 1988 Mitarbeit im Bildhaueratelier in Pietrasanta (Carrara, Italien).

 

Die Formen des künstlerischen Ausdruckes von LKS wurden geprägt durch ihre Aufenthalte in mehreren Ländern und ihre Erfahrungen mit den unterschiedlichen Kulturen. Nicht das statische Landschaftsbild sonder viel mehr das immer in Bewegung sich befindende Gesellschaftsleben rückt dabei in den Vordergrund ihres Interesses.

Der Mensch als ein Objekt der Begierde bzw. des Hasses nimmt bei diesen Betrachtungen eine primäre Rolle an. Sein Verhalten und seine Reaktionen auf die verschiedensten Alltagsituationen werden im Laufe der Jahre von LKS innerlich katalogisiert und ausgewertet. Auf diese Art aufgezeichnete Eindrücke einer vorübergehenden Nachhaltigkeit werden nach und nach materialisiert in Ton, Stein und Metall.

Die skulpturalen Werke von LKS stellen meist eine surreale Wiedergabe von Personen in dem Augenblick dar, in welchem sie mit einer unvorgesehenen Ausnahmesituation konfrontiert werden. Die Fixierung des Augenblickes in dem die Konfrontation mit dem Unbekannten wahrgenommen wird, führt dazu dass fast alle bis dato glatte Formen und Flächen mit Falten, Verzerrungen und Rissen überseht werden. Die aufkommenden Empfindungsprozesse aus den tiefsten Ecken des Menscheninneren dringen an die Oberfläche und erstarren zu einem Standbild. Der Beobachter fühlt dieses Festhalten des augenblicklichen Erkennens als das Ertappen eines Unbekannten, von dem er immer mehr fast magisch angezogen wird und dazu bewegt wird über die Ursachen dieser Verformung nachzudenken.

Eine weitere Art des skulpturalen Schaffens von LKS bezieht sich auf die Bildung von ganzen Menschengruppen, welche eine klare Aussage zu einem gemeinschaftlichen Dilemma zum Ausdruck bringen. So gehört die Visualisierung einer ungerechten Druckausübung auf eine ganze Menschengruppe genauso sehr zu den häufigen Motiven von LKS wie die eigene Sichtweise von diversen Störfaktoren innerhalb einer Gesellschaft. Hierzu zählt nicht nur die Art des Miteinanderumgehens, sonder auch die Tatsache des nicht Hören und nicht Sehen Wollens. So wird immer deutlicher wie solche Störfaktoren, oft begründet in der mangelnden Toleranz bzw. einer ahnungslosen Ignoranz jedes Einzelnen, zu ganzer gesellschaftlichen Verformung führt, dessen Folgen in der Geschichte der Menschheit bereits in vielen Desastern ausgeartet ist.

Liste der Werke

Fordern Sie gerne weitere Informationen zu diesen und weiteren Werken bei uns an: gallery@princehouse.de